Die Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur steht am 24. Januar in seiner grössten östlichen → Elongation zur Sonne. Etwa ab dem 20. Januar ist Merkur in der Abenddämmerung im Westen beobachtbar. Die Venus ist  in der ersten Januarhälfte noch als heller Morgenstern in der Morgendämmerung im Südosten beobachtbar. Der orange-rötlich leuchtende Mars ist in südlicher bis südwestlicher Richtung in der ersten Nachthälfte gut beobachtbar. Der Riesenplanet Jupiter ist nur noch in der Abenddämmerung tief im Südwesthorizont beobachtbar. Bereits mit einem kleinen Teleskop oder sogar mit einem aufgestützten Feldstecher können die → vier hellsten Monde  von Jupiter beobachtet werden. Am 29. Januar steht Jupiter in → Konjunktion zur Sonne. Er befindet sich zu diesem Zeitpunkt aus der Sicht von uns Erdbewohner „hinter“ der Sonne und wird deshalb nicht mehr unsere Augen erfreuen.  Der wunderbare → Ringplanet Saturn befindet am 24. Januar in → Konjunktion zur Sonne. In der ersten Januarhälfte lässt er sich aber in der Abenddämmerung am Südwesthorizont noch beobachten. 
Bild links: NASA/JPL

Planetenkonstellation am 15.1.2021 um 19 Uhr mit Blick in Richtung Süden.

Mit freundlicher Genehmigung von www.stellarium.org

Der Mond

Neumond ist am 13. Januar, Vollmond am 28. Januar. Am schönsten ist die Mondbeobachtung etwa eine Woche nach Neumond. Mit einem kleinen Fernrohr oder mit einem Feldstecher kann man bereits Details wie Mondkrater, Berge und Täler auf der Mondoberfläche erkennen. Am 23. Januar ist an der Licht – Schattengrenze (Terminator) der sogenannte → Goldene Henkel  beobachtbar. Dieses Phänomen tritt auf, wenn der zunehmende Mond etwa zu 83 Prozent beleuchtet ist. Der hohe Kraterwall (Montes Jura) wird zuerst vom Sonnenlicht beleuchtet, der flache Boden des Kraters ist dagegen noch im Schattenbereich. Daher sieht es für kurze Zeit so aus, als würde sich am Rand des Mondes ein Henkel befinden. Siehe auch: www.der-mond.org
Warum geht der Mond im Mittel täglich 51 Minuten später auf?
Bild rechts: NASA

Deep Sky

Man versteht darunter diejenigen Objekte, die sich erstens ausserhalb von unserem Sonnensystem befinden und zweitens keine Sterne sind. Es sind dies Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

Der → Kugelsternhaufen (M13)  im Sternbild Herkules kann von April bis Oktober mit einem Fernrohr ab etwa 50 mm Objektivdurchmessser beobachtet werden. Auch der → Ringnebel (M57)  in der Leier ist ein Juwel für die Beobachtung.

Ebenso von Juli bis Februar die links abgebildete → Andromedagalaxie .
Bild: NASA, Hubble Telescope

Der Krebsnebel

Von November bis April ist der → Krebsnebel (M1)  im Sternbild Stier sichtbar. Der Krebsnebel ist ein → Supernovaüberrest  eines im Jahr 1054 explodierten Sterns. Die Filamente sind Überreste der Atmosphäre des explodierten Sterns und enthalten zum grössten Teil Helium und Wasserstoff aber auch Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel.
Im Zentrum befindet sich ein → Pulsar , dies ist ein schnell rotierender → Neutronenstern , der starke elektromagnetische Strahlung aussendet.

Bild rechts: NASA

 

Die Milchstrasse

Die Phase der guten Sichtbarkeit unserer Heimatgalaxie, der → Milchstrasse, startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer → Galaxie  hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist. Das Bild links zeigt das → Paranal Observatorium der ESO. Der Laserstrahl durchquert den Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem ist Teil des Systems adaptiver Optik und wird als Referenz verwendet, um den Einfluss der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren.

Sternschnuppen

Sternschnuppen oder Meteoride sind Staubkörner, die mit grosser Geschwindigkeit in die Atmosphäre der Erde einfallen. Sie ionisieren dabei die Luftmoleküle, was helle Leuchtspuren hervorruft. Die bekanntesten sind die Perseiden, die vom 17. Juli bis am 24. August sichtbar sind. Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Maximum.Am 8. Oktober erwarten die Astronomen gegen 19 Uhr ein Maximum der Draconiden. Zwischen dem 20. und dem 22. Oktober sind die Orioniden beobachtbar. Am 17. November findet ein Maximum der Leoniden statt. Leider ist dann aber auch gerade Vollmond, es herrschen deshalb dann nicht ideale Beobachtungsbedingungen.

 

Das Aktivitätsmaximum der Geminiden fällt auf die  Morgenstunden (etwa um 7 Uhr) des 14. Dezembers. Man erwartet etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde. Alle Sternschnuppen eines Meteorschauers scheinen aus demselben Punkt am Himmel herzukommen, dem sogenannten Radianten. Die Benennung der Meteorschauer erfolgt nach dem Sternbild, in dem sich dieser Punkt befindet (z. B. Orioniden: Sternbild Orion, oder Geminiden aus dem Sternbild Gemini, Zwillinge).

Mit freundlicher Genehmigung von www.Stellarium.org

Sternbilder

Die auffälligste Konstellation des Winterhimmels ist das im Südosten emporsteigende grosse → Wintersechseck , das um die Sternbilder Orion und Zwillinge verläuft. Es ist kein Sternbild, sondern besteht aus sechs hellen Sternen aus den folgenden Sternbildern: Fuhrmann, Stier, Orion, Grosser Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Interessant ist vor allem das Wintersternbild Orion. In diesem Sternbild findet man unter anderem den mit blossem Auge sichtbaren → Orionnebel M 42 , der hellste Emissionsnebel des Himmels, in dem auch die Entstehung von neuen Sternen beobachtbar ist. Etwas links unterhalb des Sternbild Orion findet man → Sirius , den hellsten Stern am Nachthimmel. Er ist mit 8.6 Lichtjahren Entfernung eines der nächsten Gestirne. Das Sternbild Pegasus bildet ein auffälliges grosses Viereck. Nahe am Horizont stehen im Süden die beiden Sternbilder Schütze und Steinbock. Weiter gegen Osten kann man das Sternbild Andromeda erkennen. In Sternbild Andromeda befindet sich, mit einem Feldstecher bereits sichtbar, unsere → Nachbargalaxie M31, der Andromedanebel. Er befindet sich in einer Entfernung von 2.5 Millionen Lichtjahren. Etwas weiter nördlich findet man das Sternbild Cassiopeia. Es sieht aus wie ein nicht ganz symmetrischer Buchstabe W. Mitten durch den Winterhimmel zieht sich die → Milchstrasse.

Sie ist nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist. Der Januar ist eine gute Zeit zur Beobachtung von diversen → Galaxien  und → Kugelsternhaufen . Im Sternbild Pegasus präsentiert sich beispielsweise der → Kugelsternhaufen M15.  

Sonne im extremen Ultraviolett

Die Korona ist die äusserste Atmosphäre der Sonne. Die hellsten Flecken sind Orte, an denen das Magnetfeld besonders stark ist. In heftigen Eruptionen entweicht dort das Plasma und strömt entlang der magnetischen Feldlinien zurück zur Oberfläche der Sonne. Die Temperaturen im Plasma betragen etwa 1 Million Grad.
Siehe auch: SDO und NASA

 

Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.

Sonne und Mond aktuell

Bei der Sonne verändern sich die Auf- und Untergangszeiten im Verlaufe der Jahreszeiten. Ursache dafür ist die Bewegung der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und die Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik. Die Ekliptik ist diejenige Ebene im Raum, die durch die Bahnkurve der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne definiert wird.
Das aktuelle Bild der Sonne links stammt von der Raumsonde SOHO der NASA und ESA und ist die Abkürzung für Solar and Heliospheric Obervatory. Die Raumsonde befindet sich in einer Entfernung von etwa 1.5 Millionen Kilometern von der Erde (zwischen Sonne und Erde) und umkreist die Sonne mit der gleichen Umlaufzeit wie die Erde.
Der Mond bleibt in seiner täglichen Bewegung etwa 51 Minuten hinter der Sonne zurück. Daher verschieben sich seine Auf- und Untergangszeiten entsprechend. Diese 51 Minuten Differenz addieren sich im Verlaufe eines Monats zu einem ganzen Tag. In diesem Zeitraum hat der Mond die Erde genau einmal umkreist.

Ein Service von www.der-mond.org

14 Januar 2021  © A. Stöckli