Quanten und Kosmos in Curaglia

Die Quantenphysik beschreibt die Welt der kleinsten Dimensionen. Es ist dies eine befremdliche Welt, die sich dem gesunden Menschenverstand vollkommen entzieht. Teilchen, die sich gleichzeitig an mehreren Orten befinden, ein Vakuum, das nicht leer ist, verschränkte Teilchen, die sich nicht wie zwei unabhängige Objekte, sondern wie ein einziges Objekt verhalten, selbst dann, wenn sie sich in grosser Entfernung voneinander befinden.
Ob Smartphone, Computer, LED, Laser, Kernspinresonanz, Rastertunnelmikroskop, überall spielen quantenphysikalische Effekte eine zentrale Rolle.
In Curaglia werden wir versuchen, mittels anschaulicher Erläuterungen und Experimenten der seltsamen Welt der Quantenphysik auf die Spur zu kommen.

Curaglia ist ein Dorf im Val Medel, welches zwischen Disentis und dem Lukmanierpass liegt.  Die Dörfer am Talboden, die idyllischen Weiler an den Talflanken, die vielen Maiensässsiedlungen und Alpen verleihen dem Tal einen einzigartigen Charme. An sonnigen Herbsttagen sind Licht und Farben einzigartig. In klarer Nacht wölbt sich ein atemberaubendes Sternenmeer über das Val Medel.

Neben einem klassischen optischen Teleskop werden wir auch ein → digitales Teleskop verwenden, welches uns ermöglicht, die wunderbaren Objekte des Nachthimmels auch in Farben zu sehen.
Aufstellen werden wir die Teleskope an einem magischen Ort auf über 1600 m Höhe, in der → Academia Vivian.
Wer möchte, kann auch sein eigenes Teleskop mitbringen. Allerdings können wir für die privaten Teleskope keinen Support anbieten.

Eine Einführung in die Astrofotografie gehört auch zum Programm.

Das Kosmische wird durch Irdisches ergänzt: Wir wandern von Curaglia nach Fuorns und erhalten authentische Einblicke in das Leben im Tal, in die Natur des Val Medel und in einen Biohof unter kundiger, lokaler Führung. Ein Astro-Gespräch mit Frage- und Diskussionsrunde rundet die Studienreise ab.

Mehr Informationen und Anmeldung unter:
→ www.vhszh.ch und → Hotel Medelina
→ Detaillierte Beschreibung der Reise

Ein unvergessliches Erlebnis

Mit Hilfe von zwei leistungsstarken Teleskopen betrachten wir den Nachthimmel. Je nach Jahreszeit und Planetenkonstellationen bestaunen wir die Krater des Erdmondes, die Sichelgestalt der Venus, den rötlich schimmernden Mars, den Riesenplaneten Jupiter mit seinem roten Fleck und seinen vier grössten Monden, Saturn mit seinem wunderbaren Ring. Neben den Objekten aus unserem Sonnensystem betrachten wir auch Sternhaufen, Gasnebel, planetarische Ringnebel, unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel, und andere Spiralgalaxien. Als Beobachtungsort wählen wir die lichtarme Academina Viviane, oberhalb Curaglia auf über 1’600 m Höhe.
Bilder: Unistellar und Celestron

Neben einem optischen Teleskop verwenden wir neu auch ein digitales Bildgebungsteleskop. Es ermöglicht, Deep-Sky-Objekte in Farben und Details  zu betrachten, welche man mit einem normalen optischen Teleskop nicht sehen kann.

Das Unistellar eVscope besteht aus einem 4,5-Zoll-Newton-Reflektor, welcher das Licht auf einem hochempfindlichen, rauscharmen Sony IMX224-Farbsensor einfängt. Die integrierte Bildverarbeitungssoftware nimmt eine fortlaufende Serie von Kurzzeitbelichtungen auf und kombiniert sie, um ein Bild fast in Echtzeit zu erzeugen.
Deshalb können auch schwach leuchtende Deep-Sky-Objekte, wie Galaxien, Kugelsternhaufen, Nebel detailreich und in Farbe beobachtet werden. Farben die für unsere Augen beim Blick durch ein optisches Teleskop nicht sichtbar sind. 

1 Dezember 2022  © A. Stöckli