KOSMOLOGIE | NACHTHIMMEL
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Aktueller Nachthimmel im November 2018

 

 

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Die Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur ist während des gesamten Monats November unsichtbar. Er wird sich am 27. November genau zwischen Sonne und Erde befinden. Man bezeichnet diese Stellung als → untere Konjunktion. Auch die Venus befand sich am 26. Oktober genau zwischen Sonne und Erde. Sie erscheint nun aber ab etwa Mitte November ab etwa 4 Uhr strahlend hell am Morgenhimmel. Mars ist in der Abenddämmerung ab etwa 17 Uhr orangerot und strahlend hell im Südosten beobachtbar. Er befand sich am 27. Juli in  Opposition und war deshalb um diesen Zeitpunkt in der ganzen Nacht sichtbar. Der Riesenplanet  Jupiter war am 26 November in → Konjunktion und er kann deshalb erst ab Mitte Dezember wieder in der Morgendämmerung beobachtet werden. Bereits mit einem kleinen Teleskop oder sogar mit einem aufgestützten Feldstecher können dann die  vier hellsten Monde von Jupiter beobachtet werden. Der wunderbare  Ringplanet Saturn ist leider nur noch für kurze Zeit in der Abenddämmerung im Südwesten sichtbar. Der Planet zeigt sich mit weit geöffneten Ringen, allerdings steht er relativ nahe am Horizont.    Bild links: NASA/JPL

Der Mond

Neumond ist am 7. November, Vollmond am 23. November. Am schönsten ist die Mondbeobachtung etwa eine Woche nach Neumond. Mit einem kleinen Fernrohr oder mit einem Feldstecher kann man bereits Details wie Mondkrater, Berge und Täler auf der Mondoberfläche erkennen. Am 17. November ist an der Licht – Schattengrenze (Terminator) der sogenannte  Goldene Henkel beobachtbar. Dieses Phänomen tritt auf, wenn der zunehmende Mond etwa zu 83 Prozent beleuchtet ist. Der hohe Kraterwall (Montes Jura) wird zuerst vom Sonnenlicht beleuchtet, der flache Boden des Kraters ist dagegen noch im Schattenbereich. Daher sieht es für kurze Zeit so aus, als würde sich am Rand des Mondes ein Henkel befinden.
Bild rechts: NASA

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Deep Sky

Man versteht darunter diejenigen Objekte, die sich erstens ausserhalb von unserem Sonnensystem befinden und zweitens keine Sterne sind. Es sind dies Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

Der  Kugelsternhaufen (M13) im Sternbild Herkules kann von April bis Oktober mit einem Fernrohr ab etwa 50 mm Objektivdurchmessser beobachtet werden. Auch der  Ringnebel (M57) in der Leier ist ein Juwel für die Beobachtung.

Ebenso von Juli bis Februar die links abgebildete  Andromedagalaxie.
Bild: NASA, Hubble Telescope

Der Krebsnebel

Von November bis April ist der  Krebsnebel (M1) im Sternbild Stier sichtbar. Der Krebsnebel ist ein  Supernovaüberrest eines im Jahr 1054 explodierten Sterns. Die Filamente sind Überreste der Atmosphäre des explodierten Sterns und enthalten zum grössten Teil Helium und Wasserstoff aber auch Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel.
Im Zentrum befindet sich ein  Pulsar, dies ist ein schnell rotierender  Neutronenstern, der starke elektromagnetische Strahlung aussendet.

Bild rechts: NASA


Milchstrasse

Die Phase der guten Sichtbarkeit unserer Heimatgalaxie, der  Milchstrasse, startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer  Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist. Das Bild links zeigt das  Paranal Observatorium der ESO. Der Laserstrahl durchquert den Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem ist Teil des Systems adaptiver Optik und wird als Referenz verwendet, um den Einfluss der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren.

Sternschnuppen

Sternschuppen oder Meteoride sind Staubkörner, die mit grosser Geschwindigkeit in die Atmosphäre der Erde einfallen. Sie ionisieren dabei die Luftmoleküle, was helle Leuchtspuren hervorruft. Die bekanntesten sind die Perseiden, die vom 17. Juli bis am 24. August sichtbar sind. Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Maximum. Am 8. Oktober erwarten die Astronomen gegen 19 Uhr ein Maximum der Draconiden. Zwischen dem 20. und dem 22. Oktober sind die Orioniden beobachtbar. Am 17. November findet ein Maximum der Leoniden statt. Leider ist dann aber auch gerade Vollmond, es herrschen deshalb dann nicht ideale Beobachtungsbedingungen. Das Aktivitätsmaximum der Geminiden fällt auf die  Morgenstunden (etwa um 7 Uhr) des 14. Dezembers.

 

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Man erwartet etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde. Alle Sternschnuppen eines Meteorschauers scheinen aus demselben Punkt am Himmel herzukommen, dem sogenannten Radianten. Die Benennung der Meteorschauer erfolgt nach dem Sternbild, in dem sich dieser Punkt befindet (z. B. Orioniden: Sternbild Orion, oder Geminiden aus dem Sternbild Gemini, Zwillinge).

Sternbilder

Hoch am Westhimmel kann man immer noch die Sommersternbilder Herkules, Leier, Schwan und Adler sehen. Die hellsten Sterne von Leier, Schwan und Adler bilden das sogenannte   Sommerdreieck. Der Hauptstern Wega im Sternbild Leier gehört zusammen mit Arktur und Sirius zu den hellsten Sternen in der Nähe der Sonne. Im Sternbild Leier befindet sich auch der  planetarischer Ringnebel (M57). Solche Ringnebel stellen das Endstadium eines durchschnittlichen Sterns wie unserer Sonne dar. Die Hülle aus Gas wurde vom Stern am Ende seiner Entwicklung abgestossen. Das Sternbild Pegasus bildet ein auffälliges grosses Viereck. Nahe am Horizont stehen im Süden die beiden Sternbilder Schütze und Steinbock. Weiter gegen Osten kann man das Sternbild Andromeda erkennen. In diesem Sternbild befindet sich, mit einem Feldstecher bereits sichtbar, unsere Nachbargalaxie M31, die  Andromedagalaxie. Sie befindet sich in einer Entfernung von 2.5 Millionen Lichtjahren. Etwas weiter nördlich findet man das Sternbild Cassiopeia. Es sieht aus wie ein nicht ganz symmetrischer Buchstabe W. In den Sternbildern Herkules  und Schlange präsentieren sich zwei wunderbare   Kugelsternhaufen;   M13 und M5. Der November ist generell eine gute Zeit zur Beobachtung von diversen Galaxien und Kugelsternhaufen. Im Sternbild Pegasus präsentiert sich beispielsweise auch der Kugelsternhaufen M15

Die Phase der guten Sichtbarkeit der   Milchstrasse startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer  Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist.

Mars am Nachthimmel am 15.11.2018 um 19 Uhr mit Blick in Richtung Süd-Südwesten.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von www.Stellarium.org

Bild der Sonne im extremen Ultraviolet

Die Korona ist die äusserste Atmosphäre der Sonne. Die hellsten Flecken sind Orte, an denen das Magnetfeld besonders stark ist. In heftigen Eruptionen entweicht dort das Plasma und strömt entlang der magnetischen Feldlinien zurück zur Oberfläche der Sonne. Die Temperaturen im Plasma betragen etwa 1 Million Grad.
Siehe auch: SDO und NASA

 

 

Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.

Ein Service von www.Der-Mond.org

Aufgang und Untergangszeiten von Mond und Sonne

Bei der Sonne verändern sich die Auf- und Untergangszeiten im Verlaufe der Jahreszeiten. Ursache dafür ist die Bewegung der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und die Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik. Die Ekliptik ist diejenige Ebene im Raum, die durch die Bahnkurve der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne definiert wird.
Das aktuelle Bild der Sonne links stammt von der Raumsonde SOHO der NASA und ESA und ist die Abkürzung für Solar and Heliospheric Obervatory. Die Raumsonde befindet sich in einer Entfernung von etwa 1.5 Millionen Kilometern von der Erde (zwischen Sonne und Erde) und umkreist die Sonne mit der gleichen Umlaufzeit wie die Erde.

Der Mond bleibt in seiner täglichen Bewegung etwa 50 Minuten hinter der Sonne zurück. Daher verschieben sich seine Auf- und Untergangszeiten entsprechend. Diese 50 Minuten Differenz addieren sich im Verlaufe eines Monats zu einem ganzen Tag. In diesem Zeitraum hat der Mond die Erde genau einmal umkreist.

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