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Aktueller Nachthimmel im Januar 2020

 

 

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Die Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur befindet sich am 10 Januar in der → oberen Konjunktion und bleibt deshalb im ganzen Monat unsichtbar. Die Venus vergrössert ihre → Elongation zur Sonne und dominiert strahlend hell den Abendhimmel. Der Mars befand sich am 2. September 2019 in → Konjunktion und war deshalb bis Ende Oktober unsichtbar. Im Januar wird er nun aber wieder in der Morgendämmerung im Ost-Südosten gut sichtbar. Der Riesenplanet  Jupiter stand am 27. Dezember in → Konjunktion und ist nun deshalb erst gegen Ende des Monats Januar wieder in der  Morgendämmerung beobachtbar. Bereits mit einem kleinen Teleskop oder sogar mit einem aufgestützten Feldstecher können die  vier hellsten Monde von Jupiter beobachtet werden. Der wunderbare  Ringplanet Saturn steht am 13. Januar in → Konjunktion mit der Sonne und ist bleibt während des gesamten Monats unsichtbar.
Bild links: NASA/JPL

Der Mond

Neumond ist am 24. Januar, Vollmond am 10. Januar. Am schönsten ist die Mondbeobachtung etwa eine Woche nach Neumond. Mit einem kleinen Fernrohr oder mit einem Feldstecher kann man bereits Details wie Mondkrater, Berge und Täler auf der Mondoberfläche erkennen.
Bild rechts: NASA

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Deep Sky

Man versteht darunter diejenigen Objekte, die sich erstens ausserhalb von unserem Sonnensystem befinden und zweitens keine Sterne sind. Es sind dies Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

Der  Kugelsternhaufen (M13) im Sternbild Herkules kann von April bis Oktober mit einem Fernrohr ab etwa 50 mm Objektivdurchmessser beobachtet werden. Auch der  Ringnebel (M57) in der Leier ist ein Juwel für die Beobachtung.

Ebenso von Juli bis Februar die links abgebildete  Andromedagalaxie.
Bild: NASA, Hubble Telescope

Der Krebsnebel

Von November bis April ist der  Krebsnebel (M1) im Sternbild Stier sichtbar. Der Krebsnebel ist ein  Supernovaüberrest eines im Jahr 1054 explodierten Sterns. Die Filamente sind Überreste der Atmosphäre des explodierten Sterns und enthalten zum grössten Teil Helium und Wasserstoff aber auch Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel.
Im Zentrum befindet sich ein  Pulsar, dies ist ein schnell rotierender  Neutronenstern, der starke elektromagnetische Strahlung aussendet.

Bild rechts: NASA


Milchstrasse

Die Phase der guten Sichtbarkeit unserer Heimatgalaxie, der  Milchstrasse, startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer  Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist. Das Bild links zeigt das  Paranal Observatorium der ESO. Der Laserstrahl durchquert den Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem ist Teil des Systems adaptiver Optik und wird als Referenz verwendet, um den Einfluss der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren.

Sternschnuppen

Sternschuppen oder Meteoride sind Staubkörner, die mit grosser Geschwindigkeit in die Atmosphäre der Erde einfallen. Sie ionisieren dabei die Luftmoleküle, was helle Leuchtspuren hervorruft. Die bekanntesten sind die Perseiden, die vom 17. Juli bis am 24. August sichtbar sind. Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Maximum. Am 8. Oktober erwarten die Astronomen gegen 19 Uhr ein Maximum der Draconiden. Zwischen dem 20. und dem 22. Oktober sind die Orioniden beobachtbar. Am 17. November findet ein Maximum der Leoniden statt. Leider ist dann aber auch gerade Vollmond, es herrschen deshalb dann nicht ideale Beobachtungsbedingungen. Das Aktivitätsmaximum der Geminiden fällt auf die  Morgenstunden (etwa um 7 Uhr) des 14. Dezembers.

 

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Man erwartet etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde. Alle Sternschnuppen eines Meteorschauers scheinen aus demselben Punkt am Himmel herzukommen, dem sogenannten Radianten. Die Benennung der Meteorschauer erfolgt nach dem Sternbild, in dem sich dieser Punkt befindet (z. B. Orioniden: Sternbild Orion, oder Geminiden aus dem Sternbild Gemini, Zwillinge).

 

 

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Sternbilder

Die auffälligste Konstellation des Winterhimmels ist das im Südosten emporsteigende grosse  Wintersechseck, das um die Sternbilder Orion und Zwillinge verläuft. Es ist kein Sternbild, sondern besteht aus sechs hellen Sternen aus den folgenden Sternbildern: Fuhrmann, Stier, Orion, Grosser Hund, Kleiner Hund und Zwillinge. Interessant ist vor allem das Wintersternbild Orion. In diesem Sternbild findet man unter anderem den mit blossem Auge sichtbaren → Orionnebel M 42, der hellste Emissionsnebel des Himmels, in dem auch die Entstehung von neuen Sternen beobachtbar ist. Etwas links unterhalb des Sternbild Orion findet man → Sirius, den hellsten Stern am Nachthimmel. Er ist mit 8.6 Lichtjahren Entfernung eines der nächsten Gestirne. Das Sternbild Pegasus bildet ein auffälliges grosses Viereck. Nahe am Horizont stehen im Süden die beiden Sternbilder Schütze und Steinbock. Weiter gegen Osten kann man das Sternbild Andromeda erkennen. In diesem Sternbild befindet sich, mit einem Feldstecher bereits sichtbar, unsere Nachbargalaxie M31, die → Andromedagalaxie. Sie befindet sich in einer Entfernung von 2.5 Millionen Lichtjahren. Etwas weiter nördlich findet man das Sternbild Cassiopeia. Es sieht aus wie ein nicht ganz symmetrischer Buchstabe W. In den Sternbildern Herkules  und Schlange präsentieren sich zwei wunderbare   Kugelsternhaufen: →  M13 und M5. Der Dezember ist generell eine gute Zeit zur Beobachtung von diversen Galaxien und Kugelsternhaufen. Im Sternbild Pegasus präsentiert sich beispielsweise auch der Kugelsternhaufen M15.

Die Phase der guten Sichtbarkeit der  → Milchstrasse startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer → Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist.

Planetenkonstellation am 15.1.2020 um 10 Uhr mit Blick in Richtung Süd-Südosten.

Natürlich ist um diese Tageszeit nur die Sonne sichtbar, aber man sieht sehr schön, wie die Planeten Merkur und Saturn sich sehr nahe bei der Sonne befinden und deshalb in diesem Monat nicht beobachtet werden können. Das Bild zeigt auch, wie sich die Planeten mit Ausnahme von Merkur recht genau auf der → Ekliptik (gelbe Linie) befinden.

Mit freundlicher Genehmigung von www.Stellarium.org

Bild der Sonne im extremen Ultraviolet

Die Korona ist die äusserste Atmosphäre der Sonne. Die hellsten Flecken sind Orte, an denen das Magnetfeld besonders stark ist. In heftigen Eruptionen entweicht dort das Plasma und strömt entlang der magnetischen Feldlinien zurück zur Oberfläche der Sonne. Die Temperaturen im Plasma betragen etwa 1 Million Grad.
Siehe auch: SDO und NASA

 

 

Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.

Ein Service von www.Der-Mond.org

Aufgang und Untergangszeiten von Mond und Sonne

Bei der Sonne verändern sich die Auf- und Untergangszeiten im Verlaufe der Jahreszeiten. Ursache dafür ist die Bewegung der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und die Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik. Die Ekliptik ist diejenige Ebene im Raum, die durch die Bahnkurve der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne definiert wird.
Das aktuelle Bild der Sonne links stammt von der Raumsonde SOHO der NASA und ESA und ist die Abkürzung für Solar and Heliospheric Obervatory. Die Raumsonde befindet sich in einer Entfernung von etwa 1.5 Millionen Kilometern von der Erde (zwischen Sonne und Erde) und umkreist die Sonne mit der gleichen Umlaufzeit wie die Erde.

Der Mond bleibt in seiner täglichen Bewegung etwa 50 Minuten hinter der Sonne zurück. Daher verschieben sich seine Auf- und Untergangszeiten entsprechend. Diese 50 Minuten Differenz addieren sich im Verlaufe eines Monats zu einem ganzen Tag. In diesem Zeitraum hat der Mond die Erde genau einmal umkreist.

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