Aktueller Sternenhimmel im Juli 2019 | KOSMOLOGIE
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Aktueller Nachthimmel im Juli 2019

 

 

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Die Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur ist im Juli unsichtbar und kann erst wieder im August beobachtet werden. Die Venus gelangt am 14. August in die  obere Konjunktion und bleibt deshalb bis Ende Oktober unsichtbar. Auch beim Mars endet nun eine lange Phase der Sichbarkeit. Er befindet sich am 2. September 2019 in → Konjunktion und bleibt deshalb auch bis Ende Oktober unsichtbar. Der Riesenplanet  Jupiter stand am 10. Juni in → Opposition und ist deshalb die ganze Nacht strahlend hell beobachtbar. Bereits mit einem kleinen Teleskop oder sogar mit einem aufgestützten Feldstecher können die  vier hellsten Monde von Jupiter beobachtet werden. Der wunderbare  Ringplanet Saturn steht am 9. Juli in → Opposition mit der Sonne und ist deshalb in der gesamten Nacht sichtbar. Seine Ringe sind mit einem Teleskop gut beobachtbar.
Bild links: NASA/JPL

Der Mond

Neumond ist am 2. Juli, Vollmond am 16. Juli. Am schönsten ist die Mondbeobachtung etwa eine Woche nach Neumond. Mit einem kleinen Fernrohr oder mit einem Feldstecher kann man bereits Details wie Mondkrater, Berge und Täler auf der Mondoberfläche erkennen. Am 12. Juli ist an der Licht – Schattengrenze (Terminator) der sogenannte  Goldene Henkel beobachtbar. Dieses Phänomen tritt auf, wenn der zunehmende Mond etwa zu 83 Prozent beleuchtet ist. Der hohe Kraterwall (Montes Jura) wird zuerst vom Sonnenlicht beleuchtet, der flache Boden des Kraters ist dagegen noch im Schattenbereich. Daher sieht es für kurze Zeit so aus, als würde sich am Rand des Mondes ein Henkel befinden.
Bild rechts: NASA

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Deep Sky

Man versteht darunter diejenigen Objekte, die sich erstens ausserhalb von unserem Sonnensystem befinden und zweitens keine Sterne sind. Es sind dies Sternhaufen, Nebel und Galaxien.

Der  Kugelsternhaufen (M13) im Sternbild Herkules kann von April bis Oktober mit einem Fernrohr ab etwa 50 mm Objektivdurchmessser beobachtet werden. Auch der  Ringnebel (M57) in der Leier ist ein Juwel für die Beobachtung.

Ebenso von Juli bis Februar die links abgebildete  Andromedagalaxie.
Bild: NASA, Hubble Telescope

Der Krebsnebel

Von November bis April ist der  Krebsnebel (M1) im Sternbild Stier sichtbar. Der Krebsnebel ist ein  Supernovaüberrest eines im Jahr 1054 explodierten Sterns. Die Filamente sind Überreste der Atmosphäre des explodierten Sterns und enthalten zum grössten Teil Helium und Wasserstoff aber auch Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Eisen, Neon und Schwefel.
Im Zentrum befindet sich ein  Pulsar, dies ist ein schnell rotierender  Neutronenstern, der starke elektromagnetische Strahlung aussendet.

Bild rechts: NASA


Milchstrasse

Die Phase der guten Sichtbarkeit unserer Heimatgalaxie, der  Milchstrasse, startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Sie zieht sich hin vom Süden (beim Sternbild Schütze befindet sich ihr Zentrum) geht über die Sternbilder Adler und Schwan bis zu Cassiopeia im Norden. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer  Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist. Das Bild links zeigt das  Paranal Observatorium der ESO. Der Laserstrahl durchquert den Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem ist Teil des Systems adaptiver Optik und wird als Referenz verwendet, um den Einfluss der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren.

Sternschnuppen

Sternschuppen oder Meteoride sind Staubkörner, die mit grosser Geschwindigkeit in die Atmosphäre der Erde einfallen. Sie ionisieren dabei die Luftmoleküle, was helle Leuchtspuren hervorruft. Die bekanntesten sind die Perseiden, die vom 17. Juli bis am 24. August sichtbar sind. Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ein Maximum. Am 8. Oktober erwarten die Astronomen gegen 19 Uhr ein Maximum der Draconiden. Zwischen dem 20. und dem 22. Oktober sind die Orioniden beobachtbar. Am 17. November findet ein Maximum der Leoniden statt. Leider ist dann aber auch gerade Vollmond, es herrschen deshalb dann nicht ideale Beobachtungsbedingungen. Das Aktivitätsmaximum der Geminiden fällt auf die  Morgenstunden (etwa um 7 Uhr) des 14. Dezembers.

 

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Man erwartet etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde. Alle Sternschnuppen eines Meteorschauers scheinen aus demselben Punkt am Himmel herzukommen, dem sogenannten Radianten. Die Benennung der Meteorschauer erfolgt nach dem Sternbild, in dem sich dieser Punkt befindet (z. B. Orioniden: Sternbild Orion, oder Geminiden aus dem Sternbild Gemini, Zwillinge).

Sternbilder

Die Frühlingssternbilder Löwe, Bootes und Jungfrau sind am Abend noch am Westhorizont sichtbar. Der Hauptstern des Bootes ist der auffällige → Arktur, ein → Roter Riese mit der 200-fachen Leuchtkraft der Sonne und dem 22-fachen Sonnendurchmesser. Arktur ist der hellste Stern des Nordhimmels und der dritthellste am gesamten Sternenhimmel. Arktur mit Regulus aus dem Löwen und Spica aus der Jungfrau bilden zusammen das → Frühlingsdreieck. Hoch über unseren Köpfen steht das Sternbild Grosser Bär. Im Osten werden bereits die drei hellen Sterne des → Sommerdreiecks sichtbar, mit den Sternbildern Herkules, Leier und Adler.  Der Hauptstern Wega im Sternbild Leier gehört zusammen mit Arktur und Sirius zu den hellsten Sternen in der Nachbarschaft der Sonne. Im Sternbild Leier befindet sich auch ein → planetarischer Ringnebel (M57). Solche Ringnebel stellen das Endstadium eines durchschnittlichen Sterns wie unserer Sonne dar. Die Hülle aus Gas wurde vom Stern am Ende seiner Entwicklung abgestossen.Die Phase der guten Sichtbarkeit der  → Milchstrasse startet anfangs März und dauert bis etwa Ende Oktober. Die Milchstrasse ist im Winter nicht so gut sichtbar wie im Sommer, weil wir im Winter zur Nachtzeit aus unserer Galaxie hinausschauen und im Randbereich der Milchstrasse natürlich weniger Sterne vorhanden sind. Im Sommer schauen wir zur Nachtzeit in Richtung Zentrum der Milchstrasse, wo die Sternendichte viel grösser ist.

Die Sommerzeit ist eine gute Zeit zur Beobachtung von diversen → Kugelsternhaufen wie zum Beispiel der  → Kugelsternhaufen M13 im Sternbild Herkules.

Saturn und Jupiter am Nachthimmel am 15.7.2019 um 24 Uhr mit Blick in Richtung Süden.

 

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von www.Stellarium.org

Bild der Sonne im extremen Ultraviolet

Die Korona ist die äusserste Atmosphäre der Sonne. Die hellsten Flecken sind Orte, an denen das Magnetfeld besonders stark ist. In heftigen Eruptionen entweicht dort das Plasma und strömt entlang der magnetischen Feldlinien zurück zur Oberfläche der Sonne. Die Temperaturen im Plasma betragen etwa 1 Million Grad.
Siehe auch: SDO und NASA

 

 

Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.

Ein Service von www.Der-Mond.org

Aufgang und Untergangszeiten von Mond und Sonne

Bei der Sonne verändern sich die Auf- und Untergangszeiten im Verlaufe der Jahreszeiten. Ursache dafür ist die Bewegung der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und die Neigung der Erdachse gegenüber der Ekliptik. Die Ekliptik ist diejenige Ebene im Raum, die durch die Bahnkurve der Erde bei ihrem Umlauf um die Sonne definiert wird.
Das aktuelle Bild der Sonne links stammt von der Raumsonde SOHO der NASA und ESA und ist die Abkürzung für Solar and Heliospheric Obervatory. Die Raumsonde befindet sich in einer Entfernung von etwa 1.5 Millionen Kilometern von der Erde (zwischen Sonne und Erde) und umkreist die Sonne mit der gleichen Umlaufzeit wie die Erde.

Der Mond bleibt in seiner täglichen Bewegung etwa 50 Minuten hinter der Sonne zurück. Daher verschieben sich seine Auf- und Untergangszeiten entsprechend. Diese 50 Minuten Differenz addieren sich im Verlaufe eines Monats zu einem ganzen Tag. In diesem Zeitraum hat der Mond die Erde genau einmal umkreist.

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